Psychotherapie und Philosophie

"Nach ihrer mehr als einhundert Jahre dauernden Suche haben Gehirnforscher den Schluss gezogen, dass es im Gehirn keinen Ort gibt, an dem ein Selbst angesiedelt sein könnte, und dass dieses Selbst daher nicht existiert."

 - Time Magazine, 2002 -

"Es gibt keine Wirklichkeit als die, die wir in uns haben. Darum leben die meisten Menschen so unwirklich, weil sie die Bilder außerhalb für das Wirkliche halten und ihre eigene Welt in sich gar nicht zu Worte kommen lassen."

 - Hermann Hesse aus "Demian" -

"Wir sollten uns immer wieder klar machen, dass die Emotion, die wir haben, ob negative oder positive, genau das sind, was wir brauchen, um ganz Mensch sein zu können, ganz erwacht, ganz lebendig."

 - Pema Chödrön -

"Die Kunst des Lebens besteht weder darin, sich sorglos treiben zu lassen, noch darin, ängstlich allem anzuhaften. Lebenskunst heißt, jedem Augenblick gegenüber sensibel zu sein, ihn als neu und einzigartig zu betrachten, während der Geist offen und empfänglich bleibt."

 - Alan Watts -

Psychotherapie und Philosophie

Seit nun mehr als fünf Jahren begleitet Psychotherapie meine eigene Entwicklung. So verstehe ich Psychotherapie, nämlich als eine Unterstützung darin, das eigene Potenzial voll zur Entfaltung zu bringen. Die Vorstellung, „unter einer Krankheit zu leiden, die weg gemacht werden muss“ entspricht nicht meiner Philosophie und Herangehensweise. Vielmehr ist es mir wichtig, ressourcenorientiert zu arbeiten und den Menschen, wertfrei, aus einer humanistisch geprägten Perspektive, in seiner Ganzheit zu betrachten.

Unser Sein ist grundsätzlich frei, gesund und heil. In unserem Leben machen wir sowohl freudvolle als auch leidvolle Erfahrungen. Die leidvollen Erfahrungen und leidvollen Geisteszustände verschütten mehr und mehr und auch immer wieder (in Form von Mustern und festsitzenden Emotionen), den Zugang zu unserem wahren Sein, einer inneren Freude, die in jedem von uns innewohnt.

Durch die Schulung des Gewahrseins (innerer Beobachter) erfolgt eine Desidentifizierung mit dem jeweiligen Muster oder der Emotion. Wir erleben so mehr und mehr, dass das Erleben selbst prozesshaft ist. Es werden so Lücken sicht- und fühlbar, in denen zunächst nur kurz unsere wahre Natur zum Vorschein kommt. Diese kann weiter entwickelt und kultiviert werden. Entwickele das Heilsame.