Wertschätzende Kommunikation

"Nach ihrer mehr als einhundert Jahre dauernden Suche haben Gehirnforscher den Schluss gezogen, dass es im Gehirn keinen Ort gibt, an dem ein Selbst angesiedelt sein könnte, und dass dieses Selbst daher nicht existiert."

 - Time Magazine, 2002 -

"Es gibt keine Wirklichkeit als die, die wir in uns haben. Darum leben die meisten Menschen so unwirklich, weil sie die Bilder außerhalb für das Wirkliche halten und ihre eigene Welt in sich gar nicht zu Worte kommen lassen."

 - Hermann Hesse aus "Demian" -

"Wir sollten uns immer wieder klar machen, dass die Emotion, die wir haben, ob negative oder positive, genau das sind, was wir brauchen, um ganz Mensch sein zu können, ganz erwacht, ganz lebendig."

 - Pema Chödrön -

"Die Kunst des Lebens besteht weder darin, sich sorglos treiben zu lassen, noch darin, ängstlich allem anzuhaften. Lebenskunst heißt, jedem Augenblick gegenüber sensibel zu sein, ihn als neu und einzigartig zu betrachten, während der Geist offen und empfänglich bleibt."

 - Alan Watts -

Wertschätzende Kommunikation

Die „gewaltfreie“ oder „wertschätzende Kommunikation“ nach Marshall Rosenberg bietet die Möglichkeit, Konflikte zu lösen indem wir uns mit uns selbst d.h. mit unseren eigenen Gefühlen und Bedürfnissen verbinden und darüber den Kontakt zu unserem Konfliktpartner aufnehmen. So verstricken wir uns nicht in Schuldzuweisungen, sondern wir sind in der Lage bei uns selbst zu bleiben um auszudrücken was wir gerade brauchen.

Die Methode der GFK lässt sich in vier Schritte unterteilen:

  1. Beobachtung
  2. Was fühle ich?
  3. Welches Bedürfnis liegt dahinter?
  4. Formulierung einer Bitte

Wir als Menschen haben von Geburt an Bedürfnisse, die gelebt und befriedigt werden möchten. Angefangen bei der Nahrung über Kontakt, Autonomie, Verbindung, Sicherheit, Identität, Entspannung, Kreativität, Entwicklung,… – die Liste ließe sich noch sehr viel weiter fortführen. Des Weiteren sind wir fühlende Wesen. Je nach dem, ob unsere Bedürfnisse befriedigt sind oder nicht empfinden wir entsprechende Gefühle: Freude, Trauer, Wut, Dankbarkeit, Mut, Lebendigkeit, Zorn, um nur ein paar von Ihnen zu benennen. Unsere Gefühle und Bedürfnisse können wir über unseren Körper erspüren. Deshalb ist es so wichtig, eine funktionierende Verbindung zu unserem Körper herzustellen. Ungelebte Gefühle und nicht befriedigte Bedürfnisse / alte Traumata, speichern sich im Körper ab und blockieren das Fließen der Lebensenergie, sodass wir nicht mehr mit unserer Lebendigkeit in Kontakt sind. Wir fühlen uns dann häufig teilnahmslos und abgeschnitten von der Welt. Wenn wir wieder Kontakt mit unserem Körper, unserem Atem im jetzigen Moment aufnehmen, gleichzeitig erkennen und annehmen was ist, können wir uns nach und nach von alten Blockaden lösen und wir gehen wieder ein Stück befreiter in den Alltag.

Allerdings reicht es nicht einfach aus, diese vier Schritte in der Kommunikation anzuwenden. Dabei kann leicht ein „mechanischer“ Eindruck entstehen und die Kommunikation ist dann nicht mehr authentisch. Ganz entscheidend ist die innere Haltung. Die Grundhaltung ist in der wertschätzenden Kommunikation von dem Interesse getragen, den anderen Menschen und sich selbst tief verstehen zu wollen. Es entsteht ein Raum, in dem sich Menschen auf der Ebene des Herzens begegnen können. Einfach sein.

Diese offene, liebevolle Grundhaltung sich selbst und Anderen gegenüber, lässt sich wunderbar mit der Mettameditation kultivieren.